Wieso Vergebung eine gute Entscheidung ist

Vielleicht ist hast Du schon einmal darüber nachgedacht, all den Menschen, die Dich verletzt haben, zu verzeihen? Und vielleicht gibt es mindestens einen Fehler, den Du Dir selber vergeben solltest, wo Du nicht richtig gehandelt hast?

Das eine oder andere Mal hast Du sicherlich bemerkt, dass wenn Du Groll einer anderen Person oder gar Dir selbst gegenüber hegst, Du Dich keineswegs besser fühlst. Es gibt mehrere Gründe dafür, warum Du Dich entscheiden solltest, zu vergeben und Dich der Sonnenseite des Lebens zu zuwenden.

Wer anderen vergibt wählt den besseren Weg, um negative Emotionen in gute Emotionen umzuwandeln, und so nach einem Konflikt wieder vorwärts kommt. Es mag Dir schwerfallen zu verzeihen, weil Du Dich möglicher Weise im Recht siehst, und die andere Person Dich verletzt hat.

Das beste Beispiel ist in unserer Geschichte der zweite Weltkrieg. Was wäre mit den besiegten Ländern und den Siegern ohne einer Vergebung nach Beendigung des Krieges wohl passiert?

Aus körperlicher Sicht betrachtet ist Vergebung unabdingbar, wenn eine Wunde heilen soll, die großes Leid verursacht hat. Denn in dem Moment, wo Du Groll gegenüber einer anderen Person hegst, bestraft Dich Dein Körper mit hohem Blutdruck und schnellem Herzschlag.

Und das wiederum führt dazu, dass Du Dir selbst Schaden zufügst. Studien haben bewiesen, dass wenn wir loslassen und vergeben, unser Körper uns mit Wohlbefinden belohnt. Denke immer daran, dass Zorn ein Bumerang ist, der am Ende mit größerer Wucht zurückkommt, und Dir physisch aber auch mental großen Schaden anrichten kann. Unser Körper wird anfälliger für Krankheiten.

Deshalb solltest Du Dir zu liebe schnellstmöglich vergeben und solche negativen Emotionen beseitigen. Es wäre sonst so, als ob Du heiße Kohle in die Hand nehmen würdest, um jemanden damit zu verbrennen. Doch am Ende bis Du die Person, die sich daran verbrennt.

1. Um vergeben zu können sind folgende Dinge wichtig. Du solltest die negativen Emotionen, die sich hinter dem Schmerz stehen erkennen. Zum Beispiel, Wut, Scham oder Rache.

2. Verstehe das fehlerhafte Verhalten der Person, die Dich verletzt hat. Welche Beweggründe könnte diese Person haben? Ist diese Person emotional verwundbar und handelt aus diesem Grunde schnell unüberlegt? Oder hat die Person ein verschwommenes Bild der Realität?

3. Vergebe, vergesse und lass los, damit Du weiterkommst. So schlimm diese Verletzung auch sein mag. Ziehe einen Schlussstrich, aber schütze Dich künftig vor Personen, die Dir Schaden.

Nun zum Schluss noch eine Visualisierungsübung für Dich: Lege Dich in einer ruhigen Umgebung hin, schließe die Augen. Stelle Dir in Gedanken vor, dass Du alles, was Dir Schmerz und Leid verursacht hast in einen Koffer packst - sollte es viele Dinge davon geben, wähle den passenden Koffer dafür aus ;-).

Verschließe nun diesen Koffer und gehe damit über eine Brücke, die über einen Fluss führt. Werfe nun diesen Koffer in den Fluss. Bleibe stehen und sehe dem Koffer dabei zu, wie er vom Fluss mitgenommen wird. Atme ruhig und sage Dir:

„Ich vergebe meinen Feinden, weil ich mich für das Prinzip der Lebensenergie entschieden habe.“ Fühle Dich nun leicht aber vor allem frei! Und überlasse die Angelegenheit dem Karma… 😉

„Liebes Karma, ich habe eine Liste von Menschen, die Du leider vergessen hast!“

Elmar Rassi

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